• Heute in der S3k, wir sprachen über die Sehenswürdigkeiten von Paris.

    Ein Studierender, der sich auskennt: Da gäbe es doch eine Kathedrale, die kürzlich gebrannt hätte.

    Ja, wie heißt die Kathedrale?

    Hektisches Nachdenken, ich versuche zu helfen: Die hatte früher auch einen Glöckner.

    Endlich kommt der Geistesblitz: Ja klar, der Glöckner von Rotterdam!


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  • Nun ist das neue Schuljahr schon etwas mehr als einen Monat alt und es gibt neue Klassen mit neuen Sprüchen. Leider bin ich ein bisschen faul und vergesslich, aber die neue S1ck möchte ich doch lobend erwähnen.

    In einem Text der ersten Lektion Französisch sollten die Studierenden mit Hilfe ihrer Kenntnisse anderer oder der eigenen Sprache den Sinn der französischen Wörter erschließen. In dem Zusammenhang erschien das Wort "coordonnées". Jesse hatte da einen Geistesblitz, der allerdings wohl eher seinen kulinarischen Vorlieben als dem Kontext entsprang: Cordon Bleu.

    Vermutlich wird Jesse eine ergiebige Quelle für meinen Blog. In dieser Woche sollte die Klasse eine Übung machen, derweil allerdings unterhielten sich Fabian und Jesse quer durch die Klasse über ein besonderes Shampoo, mit dem sich Schuppen wirksam bekämpfen lassen. Da ich nicht so wirklich den Nutzen für die Konjugation von Verben erkennen konnte, machte ich mich ein bisschen lustig über Männer, die sich Schönheitstipps geben. Ja, ich weiß, böse Geschlechterclichés, aber sollen sie doch die Pause nutzen, um ihre Haarpracht zu begutachten.

    Jesse konterte meine Bemerkung ganz trocken: "Meine Kopfhaut ist mir eben wichtig."


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  • Kürzlich hatten wir an unserer Schule einen Tag der offenen Tür, zu dem auch einige Ehemalige kamen, meist in kleinen Gruppen. Es war für sie so etwas wie ein Mini-Klassentreffen, sehr praktisch eigentlich, man trifft sich, muss aber selbst nichts organisieren und aufräumen, bekommt Grillwürstchen, Getränke, Kuchen, Programm und Begegnungen, alles quasi umsonst und ohne Aufwand. Unsere Studierenden waren immer schon schlaue Menschen.

    Einer dieser Ehemaligen sprach mich auf meinen Schulblog an, weil er sich immer so gut amüsiert hätte. Nun muss ich reumütig gestehen, dass ich den Blog sehr vernachlässigt habe, was ja nicht heißt, dass die Studierenden keine lustigen Sprüche mehr raushauen. Also hier ein kleines Update.

    In der S4k haben wir vor den Ferien eine neue Lektion über die Regionen Frankreichs begonnen. Aus diversen Gründen wollte ich der Klasse eine Aufgabe geben, die sie zu Hause bearbeiten sollten. Sie sollten zu den Regionen die wichtigsten Fakten heraussuchen und eintragen, etwa große Städte, Flüsse, Gebirge. Als Beispiel für hohe Berge fragte ich dann in die kleine Runde, welches denn der höchste Berg Frankreichs sei. Keine Ahnung. Also kleine Hilfe: Es ist auch der höchste Berg Europas. Immer noch keine Ahnung. Weitere Hilfe: So heißt auch eine bekannte Füllermarke. Da endlich hatte Katharina die erlösende Idee: Lamy? 
    (Für die, die sich jetzt am Kopf kratzen, es ist der Mont Blanc.)

    BiotopManchmal fehlt aber auch einfach nur das richtige Wort. Bei einer Klausur im Vorkurs, die zum Teil aus einer Personenbeschreibung bestand, sollte die Queen beschrieben werden. Ich wollte eine Person, die jeder kennt und die auch farblich und von der Kleidung was hergibt. Die Queen trägt ja, wenn sie nicht gerade eine Krone aufhat, in der Regel einen Hut. Da tat sich schon mal die erste Frage auf, ob man diesen Hut als Zylinder bezeichnen könnte. Ich bestand aber darauf, dass die Queen keinen pinken Zylinder trug, maximal einen zylinderförmigen Hut. Irgendwann zeigte Alexander auf, es ging schon wieder um diesen Hut. "Auf dem Hut ist ja noch so ein Gestrüpp, wie soll ich das denn beschreiben?" Auch das Wort Gestrüpp im Zusammenhang mit der Queen fand ich nicht angemessen und bestand auf Seidenblumen. Das hatte allerdings nicht jeder mitbekommen, denn kurz danach fragte Fynn, wie er denn diese Äste auf dem Hut der Queen beschreiben solle.


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  • In der S5 sprechen wir gerade wieder über Sprache und erwähnten auch die schöpferischen Möglichkeiten der deutschen Sprache durch Komposita. 

    Ein schönes Beispiel dafür bot Kai direkt zu Beginn der Stunde.

    Mathe macht müde

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Er war überrascht, als ich zum Deutschunterricht kam, weil er dachte, die Mathematik-Klausur würde über drei Blöcke gehen. Auf meinen Einwand, Mathe sei ja kein Leistungskurs, erwiderte er:

    "Eher ein Hochleistungskurs."

    Ich freue mich immer noch über das gelungene Wortspiel.


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  • Ich habe mich in diesem Schulblog ja bereits ausführlich mit Methoden des Spickens bei Tests und Klausuren beschäftigt, aber zum Glück gibt es auch auf diesem Gebiet Fortschritte und Innovationen. Junge Menschen sind eben kreativ und anpassungsfähig.
    Kreidetafeln, an die man auffällig-unauffällig Vokabeln schreiben könnte, haben wir nicht mehr, auch wenn in diversen Medien und Interviews gern der Eindruck erweckt wird, als wären LehrerInnen Hinterwäldler, die noch immer mit den Materialen des 19. Jahrhunderts arbeiten würden. Nein, wir haben Smartboards und Elmos, damit hat aber bisher noch keiner einen Täuschungsversuch gemacht. Sogar das Handy ist keine echte Option, weil ein Spicker idealerweise schnell und unkompliziert in der Handhabung sein sollte.
    Umso bemerkenswerter finde ich, dass nun ein findiger Kopf im Vokabeltest auf die Idee kam, aus der Not eine Tugend zu machen und Vokabeln auf der Innenseite seiner Mund-Nasen-Bedeckung zu notieren. Mir ist der Blick auf die Maske auch nur zufällig aufgefallen, aber ich freue mich, dass ich ein Foto für meinen Blog machen durfte.

    Protection à la française

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     


    Mir kam übrigens der Gedanke, dass eine weiße Maske als Schreibfläche praktischer sei, aber der junge Mann erklärte, dass man dann die Farbflecke sehen würde. Ja, man muss an alles denken.


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