• Der Abendkurs sollte in der Französischklausur fünf Hobbys nennen. Fünf einfache Punkte, weil man da ja nun wirklich alle sportlichen, kulturellen oder sonstigen Aktivitäten aufzählen kann. Man muss auch nicht unbedingt seine eigenen Hobbys aufführen, aber manchmal führt das doch zu erstaunlichen Ergebnissen:

    la télévision

    le foot

    la pêche

    le bricolage

    l'alcool

    Drei der Hobbys werden dann wohl in der nächsten Zeit intensiv kombiniert, wenn die Fußballweltmeisterschaft beginnt.


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  • Ich mag Französischstunden, wirklich, außer denen, die so früh beginnen, dass die Gehirne noch im Schlafmodus sind, und denen vor einer Mathearbeit. Dann sind die Gehirne zwar schon im Funktionsmodus, aber eben auch nur im Funktionsgleichungsmodus. Da hilft es mir, die Zeit mit einem Vokalbeltest auszufüllen oder zum xten Mal die Veränderlichkeit des Partizips beim Passé Composé mit être zu verdeutlichen. Klingt kompliziert, ist aber leicht und logisch. Kein Vergleich zu mathematischen Funktionsgleichungen. Was aber hilft den Studierenden über so eine lästige Pufferstunde vor der Mathearbeit hinweg? Klar, ein Vokabeltest, außerdem heimliche Matheübungen und überraschenderweise Körperkunst. Körperbemalung und Tätowierungen sind eine uralte Kunstrichtung, die bereits in frühen Kulturen weltweit verbreitet waren. Magie, Kunst, Spiel, sich eine neue Haut erschaffen, faire peau neuf.

    L'élégance du scorpionIn jener von Vokabeltests und Mathematikklausuren geplagten Klasse nun ließen sich heute zwei interessante Phänomene beobachten: ein echtes Tatoo, das aussieht wie eine Filzstiftmalerei und eine Filzstiftmalerei, die aussieht wie ein echtes Tatoo. Die begnadete Künstlerin des Filzstift-Tatoos war die dem Blog bereits bekannte Leonie mit den samtig-weichen Lippen, die allein mit Hilfe eines Handybildes einen Skorpion auf Alexanders Arm zauberte. Da beide gleichzeitig geistig auch mit dem Passé Composé beschäftigt waren, hoffe ich zumindest, ließ ich Leonie ihr Werk vollenden und erbat mir dann ein Foto von Alexanders Arm. Mal sehen, ob er sich den Skorpion nun in die Haut stechen lässt.


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  • Wie ich mehrfach beschrieben habe, ziehen Tiere in der Klasse immer die Aufmerksamkeit auf sich. Das gilt besonders für Wespen, aber auch für harmlose Insekten wie Maikäfer und Libellen. Erstaunlich unauffällig ist dagegen Happy, Annabells kleiner Hund, der 80 Minuten lang so still auf seiner Decke liegt, dass man ihn vergisst und umso überraschter ist, wenn er mal ein Geräusch macht. Ich bin ja echt nicht für Hunde in der Schule, aber Happy zähle ich einfach zur Deko.

    Dangerous creaturesUngewöhnlich dagegen sind Vögel in der Klasse, bisher hatten wir auch eher doofe Tauben, die gegen die Scheibe geflogen sind. Am Mittwoch verflog sich aber doch ein kleiner Vogel und versuchte, durch die Oberlichter zu entkommen oder sich hinter den Vorhängen zu verstecken. Ich erwartete unmittelbar eine Massenpanik, aber vielleicht habe ich auch nur zu oft Hitchcocks Vögel gesehen. Jedenfalls blieben alle ganz ruhig und waren besorgt um den Piepmatz. Daniel schaffte es sogar, ihn mit der Hand zu fangen und zum Fenster zu tragen. Da stand er dann und hatte Hemmungen, ihn einfach aus dem Fenster zu werfen. Aber wie Tom richtig bemerkte, so ein Vogel kann ja fliegen. Nur den Spott bekam er dann trotzdem noch ab. " Du bist ja gemein, schmeißt den armen Vogel einfach aus dem Fenster. Wahrscheinlich bist du auch so einer, der Fische unter Wasser drückt."

    Vermutlich ist Daniel auch wirklich nicht zu schlimmeren Gemeinheiten fähig.


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