• Meine Klasse ist eine Art Fußballclub, in dem sich diverse Vereine tummeln. Nach meinem Eindruck sind die meisten für Dortmund, einer für Bayern München und die wenigen Schalker werden verspottet. Und dann ist da noch der Kollege, der offensichtlich glühender Fan des HSV ist. Das glaube ich sofort, weil es auch auf seiner Kaffeetasse steht.

    Heute wurde ich direkt befragt, ob der Kollege anwesend und wie seine Laune sei. Beides konnte ich positiv vermerken.

    Man klärte mich darüber auf, dass der Kollege am Wochenende einen schlimmen Schmerz erlitten habe, denn der HSV habe 0 : 8 verloren. Dann entspann sich ein denkwürdiges Gespräch, das hoffentlich nicht persönlich genommen wird, ich war einfach nur interessiert.

    Ich: Ist sowas denn möglich?

    Sven: Ja klar. Bayern hat schlecht gespielt.

    Ich: Was ich nicht verstehe, ist, warum man Fan von so einem Loser-Verein ist, obwohl man da nicht mal wohnt.

    Klasse: Die sich hier anschließende Diskussion mit Herrn H. würden wir zu gerne hören. (Allgemeine Heiterkeit)

    Dabei will ich gar nicht diskutieren, sondern nur verstehen. Wenn man seinem Heimatverein die Treue hält, auch wenn er nie gewinnt, ist das Lokalpatriotismus. Wenn man einen erfolgreichen Verein mag, ist das die Lust am Gewinnen. Oder vielleicht am schönen Spiel. Aber HSV, wenn man nicht in Hamburg lebt? Erklärt hat mir das keiner, und den Kollegen werde ich sicher nicht fragen.

    PS: Inzwischen habe ich erfahren, dass der HSV noch nie (Nie? Echt?) abgestiegen ist. Heißt das, dass er immer in der 1. Liga gespielt hat? Dann bin ich jetzt auch Fan des HSV. Kleiner Scherz, ich weiß nicht mal, wer da spielt und wann mit wem. Und die Kaffeetasse ist auch nicht schön.

     


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  • Offensichtlich bin ich gar nicht so freundlich zu meinen Studierenden, wie ich von mir selbst denke. Sina bezeichnete mich kürzlich als kratzbürstig und zitiert mich mit den Worten, sie habe den Charme eines Kühlschranks. Ich erinnere mich nicht daran, aber das heißt gar nichts. Außerdem stimmt es ja auch meistens.

    Gestern nun ließ sie ihrer poetischen Ader freien Lauf und erlaubte mir die Veröffentlichung des Werkes.

    In den Wahnsinn getrieben


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  • Bisher das wärmste Wintersemester, an das ich mich erinnern kann. Es regnet kaum, es gab unerträglich heiße Tage, alles grünt und blüht, dabei fangen nächste Woche die Herbstferien an. Aber so ist das, wenn mitten im Sommer die Sommerferien enden.

    Das Klima wandelt sich aber auch in den Anfängerklassen, jedes neue Semester ist wie ein chemisches Experiment, in dem man unbekannte Substanzen zusammenschüttet und gespannt zusieht, welche Reaktionen daraus entstehen. Wenn es ganz schlecht läuft, knallt es sogar.

    Manchmal kippt man auch bekannte Substanzen zusammen und wartet auf einen Knall, der dann gar nicht kommt.

    Na, jedenfalls scheinen unsere neuen Semester aus freundlichen Elementen zu bestehen, die man bedenkenlos kombinieren kann. Und schlau sind sie auch, in der ersten Französischarbeit war die überwiegende Note eine Eins.

    In einer dieser Arbeiten wurde in der Übung, wo der unpassende Begriff aus der Reihe de, à, la gestrichen werden sollte, sogar ein neues Wort kreiert, um die Funktion von Präpositionen zu umschreiben, denn im Gegensatz zum Artikel  "la" sind diese nicht "bezugsbeziehend". Zwar suchte Jenny ihr Wort gestern doch noch im Duden, aber da müssen wir wohl auf die nächste oder übernächste Ausgabe warten.


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  • Erster SchultagPünktlich zum Ferienende wird es so richtig heiß, auch die Verkürzung der Unterrichtsstunden bringt nur etwas Linderung. Wie immer, wenn die S5b abends zwecks Kühlung die Fenster öffnet, tummeln sich sogleich Insekten in der Klasse. Diesmal fühlt sich eine besonders große Libelle von den Neonröhren angezogen und schafft es dann nicht mehr aus den Lamellen hinaus. Ein großer Käfer hätte zum Autor unserer Lektüre sicher besser gepasst. Aber anders als Josef K. hat die Libelle ein Happy End, nachdem wir alle Lichter gelöscht und im Halbdunkel interpretiert haben. Sie findet sogar den Weg aus dem Fenster.

    Lustig war es auch am Vormittag in der S3c, als ich Adrian lobte, weil er während der Gruppenarbeit Englisch sprach, woraufhin er erwiderte: "I can English when I will." 


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  • Einhorn unterm Regenbogen

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    The Unicorn in the Garden von James Thurber, illustriert von ihm selbst und am Mittwoch ausgeteilt in der S2c. Meiner scherzhaften Aufforderung, das Bild auszumalen, kamen die kunstschaffenden Damen eiligst nach, zumal es um ein Einhorn ging. Zu diesem Tier haben sie offensichtlich eine besonders innige Beziehung. 

    Die Einhornprinzessin

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Kunst bleibt nie ohne Wirkung, deshalb wohl ließ sich einer der Herren zu einer zeichnerischen Interpretation der Geschichte herbei, die ganz unerwartete Perspektiven auf das Geschehen eröffnet.

    Böses bekifftes Einhorn

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Sollte die Polizei nicht statt des Ehemannes oder der Frau doch lieber das Einhorn mitnehmen, da es offensichtlich renitent und bösartig ist? Außerdem hat es wahrscheinlich außer Rosen und Lilien auch noch andere Pflanzen konsumiert, daher die umstrittenen Visionen.

    Fabeltiere unter sich

    Nachtrag: Gerade hat Jean-Michel auf facebook eine Postkarte gepostet, die er aus Deutschland bekommen hat. Hier scheint man Einhörnern allgemein nicht so zu trauen.


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