• Die S5c an der Schwelle zur S6c, mehr geht nicht, nur noch das Abitur. Aber muss man das unbedingt durch stressige Prüfungen erlangen? Dana hat viel bessere Ideen. Vielleicht ein Kuchen zur Steigerung der Noten? Besser noch zwei. Aber backen können nicht nur die Frauen, Niko hat sogar Torten im Repertoire. Da geht doch noch mehr? Jana würde mir ihr Auto schenken, wenn sie das Abitur ohne Prüfungen bekäme. Leider hat sie einen Opel, das überzeugt nicht wirklich. Lea würde für mich singen und tanzen, aber ehrlich, das ist wie Opel. Den Durchbruch schafft Faa mit ihrem Angebot, meine Wohnung zu putzen. Das finde ich ziemlich überzeugend, Kuchen und Torten gibt es schließlich in der Bäckerei, aber eine gutgelaunte, ambitionierte Putzfrau ist unbezahlbar. Lisa-Marie reagiert sofort und bietet Bügeln und Fensterputzen an, was ich eigentlich beides nicht so dringend benötige. Aber sie kennt sich ziemlich gut aus mit streifenfreien Fenstern. Zeitungspapier ist ihr Trick. Dana ist total fasziniert und vergewissert sich: "Geht das auch mit dem Bocholter Report?" Endlich hat sogar dieses Blättchen seine Daseinsberechtigung gefunden.

    Fazit: Eigentlich muss nur Umut zur Prüfung antreten, da er keinerlei hauswirtschaftliche Fähigkeiten zum Einsatz bringen will.


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  • C'est la vie: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
    Bei der letzten Klausur in der S2b war jemand richtig gut vorbereitet, nicht mental, aber drucktechnisch. Ich möchte die Ausbeute meines kleinen Kontrollgangs in die hintere Reihe hier der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, schließlich steckt viel Arbeit in der Zettelsammlung. 

    Pfuschzettel zum Ausdrucken

      

      

      

      

      

      

      

      

      

    Ferner erinnere ich an einen älteren Blogeintag über ungeeignete Methoden, sein Klausurergebnis ohne Lernen zu verbessern.

    Heute Abend lasse ich für dieses Semester die letzte Klausur schreiben und möchte aus diesem Anlass ein Zitat von Frau Jäger verwenden: "Als Entschuldigung gilt nur ein Totenschein  mit eigenem Namen." Amen!


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  • Die Grundausstattung einer/s Studierenden in diesem Winter: 
    - Coole Mütze, die sich so über beide Ohren ziehen lässt, dass man nicht alles hören muss, was da vorn geredet wird und man immer einen warmen Kopf und heiße Ohren hat.
    - Langer warmer Schal, den man sich mehrfach um den Hals wickeln kann, falls jemand auf die irre Idee kommt, mal ein Fenster zu öffnen, kann auch über die Ohren gezogen werden, siehe oben.
    - Ausreichend Kleidungsstücke, die man übereinanderziehen kann, denn auch mit Heizung auf 5 und geschlossenem Fenster kommt nur mit Winterjacke über Pullover über Sweatshirt über T-Shirt über was auch immer ein echtes Wohlgefühl auf.  (Kim, ich vermisse Sie so! Immer schön Heizung abdrehen und alles bis auf ein ärmelloses Top ausziehen, das ist gelebter Dezember.)
    - Kaffee in braunen Bechern, die ganz Harten holen sich drei auf einmal.
    - Chipstüte (In Bocholt die kleinen teuren vom Hausmeister).
    - Milchtüte (in Borken die kleinen teuren aus dem Automaten).

    Das wichtigste Element in diesem Survival-Kit ist und bleibt aber das Handy. Es muss neu sein, cool sein und Internetanschluss haben. Inzwischen hat es auch meistens einen Sprung in der Scheibe. (Anfangs dachte ich, es gäbe eine App für diesen broken look.) Es muss immer dabei und an sein, Ausschalten führt zu Protestaktionen und Angstzuständen. Wie soll man aber auch 80 Minuten durchstehen, ohne seine SMS zu lesen und zu beantworten, seinen Freunden auf Facebook mitzuteilen, wie öde es gerade ist, auf der Uhr zu checken, wie lange die Öde noch andauert oder bei Klausuren auf der Toilette schnell noch die wichtigsten Informationen zu googeln. Dass man von Lehrern angeraunzt wird, ist wirklich kein Problem, im Gegenteil, wenn man nicht ab und zu mit seinem Handy auffällt, hat man einfach keinen Swag.

    Das musste auch Marvin aus der S1c klar sein, denn ich beobachtete ihn beim wilden Tippen unter dem Tisch. Also ging ich zu seinem Platz und sagte: "Ich nehme das mal für den Rest der Stunde an mich." Er wurde ganz rot und antwortete; " Können Sie machen, aber das ist nur ein Taschenrechner." In der Tat hatte er einen Taschenrechner, und die Message auf dem Display lautete "9". (Ist die Message nicht eigentlich 42? Aber was weiß so ein billiger Taschenrechner schon.)
    Kommentar aus der Klasse: "Wolltest du so tun, als hättest du auch Freunde?"


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  • Es gibt einen Ort an unserer Schule, an dem man ungesehen machen kann, was man will. Aus diesem Grund kann der Ort natürlich auch bei Klausuren zweckentfremdet werden, weshalb jeder Toilettengang Misstrauen erweckt. Zwar kann ich das Handy einfordern, gern auch das zweite, aber was ist mit dem dritten? Und was mit Zetteln in Schuhen und Kleidung oder vorher auf der Toilette deponierten Büchern und anderen Materialien? Oder der Bibliothek im Kofferraum, denn schließlich kann der Toilettengang auch auf den Parkplatz führen.

    Der Toilettenstreit in meiner Klasse ging aber nicht von misstrauischen Lehrern aus, sondern von Studierenden, die sich durch die Unruhe gestört fühlten. Bei 25 Studierenden, von denen jeder zweimal zum Klo geht, macht das 50 Gänge, also 100 mal Tür auf oder zu, Stuhl rücken, rascheln, durch die Reihen laufen. Das halte ich auch für inakzeptabel bei einer Klausur, die volle Konzentration verlangt.
    Übrigens gibt es das Phänomen auch im normalen Unterricht, eine Kollegin sprach bereits von "Fußgängerzone".

    Der große ToilettenstreitZudem scheint es so zu sein, dass bereits in der ersten halben Stunde Leute auf die Toilette gehen, die gerade vorher Pause hatten. Aber natürlich macht es Sinn, sich bereits zu Beginn einer Klausur auf dem iPhone über das Thema zu orientieren und nicht etwa eine halbe Stunde Zeit zu verlieren. Gleichermaßen sinnvoll ist es, gegen Schluss der Klausur zu gehen, wenn die ersten abgegeben haben und zu Beratungsgesprächen zur Verfügung stehen.  Wird einem dies naturgemäß verwehrt, stört man die Schreibenden durch eine aussichtslose Diskussion, wie dringend das Bedürfnis ist.

    Die irrwitzigsten Argumente, die ich in meiner Klasse gehört habe:
    - Ich trinke täglich 4 bis 5 Liter, deshalb muss ich dauernd aufs Klo.
    Lösung: Trinken Sie einfach vor der Klausur weniger. Und informieren Sie sich über die Schäden, die übertriebenes Trinken verursachen kann.
    - Wer sich bei der Klausur konzentrieren muss, soll in ein gesondertes Kabuff gesetzt werden.
    Lösung: Wer bei einer Klausur ständig seine Blase entleeren muss, sollte in ein eigenes Kabuff gesetzt werden, also in eine Klausurtoilette.
    - Ich kann nicht vorsorglich in der Pause aufs Klo gehen oder wenn ich sehe, dass die ersten abgeben, denn genau da muss ich nicht. 
    Lösung: Wer dann nicht kann oder muss, hat auch keine volle Blase und hält noch ein Stündchen durch.

    Meine Lieben, Sie wollen einen Abschluss erreichen, der Sie zum Studium berechtigt? Dann gewöhnen Sie sich schon mal an die Regelungen der Unis, die weniger zimperlich mit Ihrem Blasenspiegel umgehen.
    Und gewöhnen Sie sich an, vor der Klausur zu lernen, statt während der Klausur zu spicken.


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  • Wenn ich meiner Klasse (S2b) schon kein Eis mitbringe oder mit ihr in die Eisdiele gehe, wie mehrfach kritisch vermerkt wurde, so will ich sie hier wenigstens mal loben.

    8. Juni: Wie sich  heute mal wieder gezeigt hat, sind die Studierenden meiner Klasse vielseitig interessiert und gebildet. Sven hat meine französischen Links auf Facebook geöffnet und auch zum Teil verstanden, was gar nicht so einfach ist. Daniel erinnerte daran, dass gerade die Biennale in Venedig eröffnet wurde mit moderner Kunst aus der ganzen Welt. Moderne Kunst war auch Alexander ein Anliegen, er kennt sich aus in Sachen Joseph Beuys, wenn er auch (noch) kein Fan ist. Aber daran lässt sich arbeiten.  Zumindest hat er eine neue Erkenntnis gewonnen, er wollte nämlich immer schon mal wissen, was das für eigenartige Menschen sind, die Beuys mögen.

    16. Juni: Dank der Kunst konnte Sven gestern nachträglich noch einen Klausurpunkt sichern, weil ich ihm "la musique rouge" nicht angerechnet hatte wegen inhaltlicher Absurdität. Dieser Punkt machte aber einen Notensprung aus. Nun konnte gestern eine Lithographie von Emile Bellet mit dem Titel Musique rouge mich überzeugen. Keine große Kunst, aber der Titel zählt. Und Sven könnte das Bild sogar für 150 € kaufen. 

    Eileen ist zu Recht Klassensprecherin, ihr verdankt die Welt jetzt die künstlerische Momentaufnahme einer Biologiestunde, die ich auf Facebook sah und mit ihrer Erlaubnis hier veröffentliche. Insider werden vermutlich die meisten Personen erkennen, ansonsten hilft die Künstlerin gern weiter.

    Raucherecke

     

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

      

    Eine andere Errungenschaft haben wir Eileen zu verdanken: den Vokabelschrank. Das ist ein über und über mit französischen Vokabeln beklebter Kleiderschrank, der dem Besitzer allein durch seine Gegenwart das Vokabellernen zur alltäglichen Verrichtung werden lässt. Ein Prototyp befindet sich bei Moritz zu Hause und hat ihm bereits Erfolge im Vokabeltest beschert. Eileen, schnell als Patent anmelden, bevor es ein anderer tut!


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