• Wie kommt man in einer normalen Französischstunde auf Seehunde bzw. Robben?

    Es fängst mit dem beliebten Diphtong "oi" an, den alle richtig aussprechen, wenn sie Croissant im Deutschen sagen, aber sobald es französisch wird, haben sie das vergessen. Zur Illustration schreibe ich an: une oie. Und plötzlich wollen alle irgendwelche Viecher wissen. An der Tafel stehen hibou, chouette und andere.

    Dann fragt Zacharias, wie man die Wörter für Tiere gelernt hat, ob ich in Frankreich in den Zoo gegangen bin, um Vokabeln zu lernen. Keine Ahnung, es ist irgendwie passiert. Er will das jetzt aber abprüfen und fragt, was Robbe heißt. Ok, ich kenne den Unterschied zwischen Seehund und Robbe nicht, aber ich kenne "le phoque". Das hat Komikpotential, ich selbst habe schon französische Comediens gesehen, die mit phoque und fuck spielten. Alexander hat sofort ein Foto von einer Robbe gefunden mit dem Titel "Phoque you". Selbst wenn sie sonst nichts aus dem  Unterricht zurückbehalten sollten, die Robbe werden sie nie vergessen.

     


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    Ich müsste mir eigentlich mal alles aufschreiben, was ich so im Laufe eines Schultages an lustigen Dingen höre, aber das geht meist nicht, weil es mitten im Unterrichtsgespräch passiert. Und dann vergesse ich auch die meisten Sprüche wieder. Aber von heute Vormittag habe ich doch etwas behalten. Zunächst war da die ungewöhnliche Begrüßung einer Dame in der S1k, die mich auf die Frage "Comment ça va?" erschreckt anstarrte und dann sagte: "Oh fuck!" Zwar bezog sich das nicht auf ihr Befinden, sondern darauf, dass ihr nicht spontan die richtigen Worte auf Französisch einfielen, aber mich hat es doch den ganzen Morgen erheitert. Schöner Dialog:

    - Wie geht es dir?

    - Oh fuck!

    In der S3k gefiel mir am besten Kevin, der nicht einsah, dass man que vor "on" apostrophieren sollte. Erklärung: "Ich hatte O kurzfristig aus dem Kreis der Vokale ausgeschlossen."

    Ich freue mich für O, dass es nun wieder dazugehört.

     


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  • Die neue S1CK hat es nicht leicht in Französisch, unser neues Buch meint, die Sprache komplett in der ersten Lektion vermitteln zu müssen. Ich scherze nicht, ca. 120 Vokabeln in Lektion 1 und Verben ohne Ende. Ich tröste sie damit, dass es danach nur noch einfacher werden kann. Ach ja, dann auch noch diese seltsame Aussprache. Zum Beispiel "mais", das sich so gar nicht wie Mais ausspricht und auch noch etwas anderes heißt. Zum Scherz habe ich es ans Board geschrieben: mais = aber / ? = Mais. Spontaner Zuruf aus der Klasse: "Sagen Sie nicht, dass Mais auf Französisch "aber" heißt.

    Die Auflösung fanden einige allerdings auch komisch. Zwei i-Punkte?


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  • Heute war irgendwie kein guter Tag für Handynutzer in meinen Klassen. Nachdem beim Vokabeltest schon jemand dadurch auffiel, dass er allzu intensiv hinter seinem aufgestellten Mäppchen recherchierte, hatte in der S1c jemand den Schock seines Lebens. 

    Immerhin trug der junge Mann, der den Test mit Hilfe des Handys bestehen wollte, sein Schicksal mit Würde und Selbstironie. Später diskutierte man dann in der S3k noch über neue Teststrategien. Vokabellernen hielte ich persönlich für eine gute Methode.Handys und Brötchen helfen über den Schultag hinweg

    Im ersten Semester dagegen war jemand derart mit dem Handy beschäftigt, dass ich bereits vor ihm stand, um zu drohen, es ihm wegzunehmen. Als ich mich dann auch noch versprach und sagte, ich könnte laut Schulgesetz das Handy bis zum Ende des Schuljahres an mich nehmen, stand das blanke Entsetzen auf seinem Gesicht. Dieser Schreckmoment könnte womöglich therapeutisch wirken, aber natürlich kann ich es nur bis zum Ende des Schultages nehmen.


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  • Patrie et sacs à mainSeit gestern Nacht bin ich endlich im Besitz einer Kokarde. Diese Abzeichen kamen besonders während der französischen Revolution in Mode, um seine revolutionäre Gesinnung zur Schau zu stellen. Meine Kokarde ist ein bisschen harmloser und beweist nur, dass niemandem in meiner Klasse eine gewisse Vorliebe für Frankreich und Taschen aller Art verborgen blieb. Na gut, wir waren ja zusammen in Nizza und auf dem Markt in Ventimiglia. Und ich war auch nicht die einzige, die Handtaschen gekauft hat. Seit gestern habe ich übrigens auch eine plüschige Nilpferdtasche, die ich wohl als Etui benutzen werde.

    Natürlich bekamen alle Kolleginnen und Kollegen eine Kokarde, es gab die Sportskanone, Königin Pythagora, das Windschiff, den Absteiger, die Lady mit dem Einhorn, Mr. Perfect und Miss Pingelig. Vermutlich werden nicht alle ihre Kokarden mit der gleichen Begeisterung tragen, besonders der Absteiger muss sich inzwischen öfter mal Spott über den HSV anhören.


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