• In diesem Semester steht Eva auch in meinem Stundenplan und ich hatte viele Hoffnungen in sie gesetzt. Bisher ist Eva aber eher eine Enttäuschung. Gestern habe ich in beiden Französischkursen einen Vokabeltest schreiben lassen und eigentlich sollte Eva dafür sorgen, dass alle Zeit genug hätten, die Vokabeln zu lernen. Na ja, vielleicht sind 160 Minuten einfach nicht genug? Vielleicht haben die Studierenden die Zeit ganz anders genutzt, zum Beispiel mit Schlafen, Essen, Quatschen, Handyglotzen, was man halt auch im Unterricht in dieser Zeit so tut?  Noch habe ich nicht aufgegeben, in der Bibel schon wurde Eva aus dem Paradies vertrieben, sowas in der Art schwebt auch mir vor. Liebe Grüße von der Schlange!


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  • Die S4k macht mir weiterhin viel Freude und stellt Material für meinen Blog, ich muss mir echt mal mehr notieren.

    Kürzlich kam ich nach der letzten Nachmittagsstunde auf dem Weg nach Hause durch die Halle, wo die Studierenden noch Tischtennis spielten, statt auch nach Hause zu gehen. Auf meine Frage hin sagte Alexander, sie seien in der Nachmittagsbetreuung: "Bis unsere Mütter uns abholen."

    Übrigens hat sich meine Prophezeiung, was die Klasse sich für die Zukunft am besten merken kann, schon bewahrheitet.
    Wie haben einen Neuzugang, Marcel, der auch ganz gute Vorkenntnisse in Französisch hat. Allerdings kannte er das Wort "robe" (Kleid) nicht und tippte auf Robbe. Jeder andere in der Klasse wusste aber sofort, war Robbe tatsächlich heißt.

    Ja, wir sprechen zur Zeit über Kleidung, Probleme machen allerdings nicht die französischen Wörter, sondern die deutschen. Als ich darauf hinwies, das "costume" Anzug heißt und nicht etwa "Kostüm", wobei ich auf die entsprechenden Bilder von Anzug und Kostüm zeigte, stellte sich heraus, dass niemand in der Klasse mit dem Kostüm als Zweiteiler mit passendem Rock und Blazer etwas anfangen konnte, alle kennen nur das Kostüm als Verkleidung. Das ging soweit, dass man mir nicht glaubte und sogar den Duden bemühte, der sich zum Glück auskannte. Was würde Coco Chanel wohl dazu sagen?

     


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  • Es ist nicht so, als würden die Studierenden keine Sprüche mehr raushauen oder verrückte Sachen tun, ganz im Gegenteil, aber der Datenschutz verbietet mir vermutlich, hier ganze Klausuren zu veröffentlichen oder Fotos und Videos der schönsten Tröten. Also muss ich weiterhin versuchen, mir ein paar Sachen zu merken und den Kontext zu beschreiben.

    Es ist aber so, dass die unangenehmste Aufgabe des Lehrerinnenberufes das Korrigieren ist, sowieso, aber die Studierenden machen es einem nicht leichter, indem sie alle für Klausuren lernen und keine Rechtschreib- und Kommafehler machen würden, oh nein. Deshalb geht bei mir die Rückgabe der Klausuren auch meist mit Wehklagen einher, nicht von Seiten der Klassen, sondern meinerseits.

    Nachdem einer meiner Leistungskurse nun wochenlang über Faust gejammert hatte, war es an mir, über die Faust-Klausur zu jammern. Positiv muss ich aber anmerken, dass inzwischen fast jeder die Klausurbögen richtig beschreibt, das hat in anderen Kursen länger gedauert und ging immer mit Gezeter einher, warum man nicht auf abgerissenen und karierten Blättern schreiben dürfe.
    Diesen Kurs habe ich auch in Französisch, wo ich meist eher über die Aussprache wehklage. Maximilian lieferte dann die perfekte Parodie einer korrigierenden Französischlehrerin ab, indem er laut und grimmig schmetterte: "Wo ist der Accent aigu?"

    Im ersten Semester Französisch hatte ich beim Korrigieren aber auch ein paar amüsante Erlebnisse, besonders eine Antwort von Alpha* bei den Textfragen war ganz nach meinem Geschmack: "Das weiß nur Gott."

    Also beten Sie bei der nächsten Klausur!


     *Den Namen hatte er von jemandem in der Klasse bekommen, ich finde ihn gar nicht übel.


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  • Wie kommt man in einer normalen Französischstunde auf Seehunde bzw. Robben?

    Es fängst mit dem beliebten Diphtong "oi" an, den alle richtig aussprechen, wenn sie Croissant im Deutschen sagen, aber sobald es französisch wird, haben sie das vergessen. Zur Illustration schreibe ich an: une oie. Und plötzlich wollen alle irgendwelche Viecher wissen. An der Tafel stehen hibou, chouette und andere.

    Dann fragt Zacharias, wie man die Wörter für Tiere gelernt hat, ob ich in Frankreich in den Zoo gegangen bin, um Vokabeln zu lernen. Keine Ahnung, es ist irgendwie passiert. Er will das jetzt aber abprüfen und fragt, was Robbe heißt. Ok, ich kenne den Unterschied zwischen Seehund und Robbe nicht, aber ich kenne "le phoque". Das hat Komikpotential, ich selbst habe schon französische Comediens gesehen, die mit phoque und fuck spielten. Alexander hat sofort ein Foto von einer Robbe gefunden mit dem Titel "Phoque you". Selbst wenn sie sonst nichts aus dem  Unterricht zurückbehalten sollten, die Robbe werden sie nie vergessen.

     


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    Ich müsste mir eigentlich mal alles aufschreiben, was ich so im Laufe eines Schultages an lustigen Dingen höre, aber das geht meist nicht, weil es mitten im Unterrichtsgespräch passiert. Und dann vergesse ich auch die meisten Sprüche wieder. Aber von heute Vormittag habe ich doch etwas behalten. Zunächst war da die ungewöhnliche Begrüßung einer Dame in der S1k, die mich auf die Frage "Comment ça va?" erschreckt anstarrte und dann sagte: "Oh fuck!" Zwar bezog sich das nicht auf ihr Befinden, sondern darauf, dass ihr nicht spontan die richtigen Worte auf Französisch einfielen, aber mich hat es doch den ganzen Morgen erheitert. Schöner Dialog:

    - Wie geht es dir?

    - Oh fuck!

    In der S3k gefiel mir am besten Kevin, der nicht einsah, dass man que vor "on" apostrophieren sollte. Erklärung: "Ich hatte O kurzfristig aus dem Kreis der Vokale ausgeschlossen."

    Ich freue mich für O, dass es nun wieder dazugehört.

     


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