• Nun ist es passiert, die Ferien sind beendet und wir müssen uns wieder in die Unterrichtsstoffe hineinfinden. Wer nicht gerade in Frankreich im Urlaub war, hat die französische Sprache nach sechs langen Wochen fast vergessen. Also machen wir eine kleine Wiederholung, bei der sich jeder mit allen möglichen Details vorstellen soll. Beispiele sind vorgegeben. Wie bei den Haustieren: J'ai un cochon d'Inde. Sajil konsultiert das Wörterbuch und amüsiert sich lautstark darüber, das jemand sich ein Schwein als Haustier hält. Na ja, Schweine mögen auch ganz niedlich sein, aber ein cochon d'Inde ist eben doch nur ein Meerschweinchen.

    Die Tiere hatten es Sajil angetan und er kam nicht mehr aus dem Staunen heraus. Als Tessa sagte, sie habe "un cheval" (gesprochen wie Schewal), wunderte er sich, dass jemand in Rhede einen Wal halten kann. In der Tat nicht ganz einfach, der Rheder Bach ist doch arg schmal. Ein Pferd könnte bestimmt darüber springen.


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  • Habe nun ach Kaffee, Tee und leider auch heiße SchokoladeWie die Zeit vergeht! Schon wieder verschwindet ein ganzer Jahrgang. Man freut sich über den Erfolg der Studierenden, die ihren Zielen ein gutes Stück näher gekommen sind, aber man ist auch ein bisschen traurig, wenn nette und interessante Klassen sich verabschieden.

    Aber es bleiben ja die Erinnerungen, in diesem Jahr ganz besonders, denn wir können bei jedem Frühstück an den Abendkurs denken, der den Kolleginnen und Kollegen Mugs geschenkt hat, auf denen in schönem Design die Quintessenz ihrer jeweiligen Fächer zu lesen ist. Moderne Literatur für Rechtshänder

     

     

     

     

     

     

    Wenn ich also mal die literarischen Epochen vergessen sollte, bereite ich mir ein Heißgetränk zu und erfreue mich an der Übersicht auf meiner Tasse. So muss ein Spicker aussehen!


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  • Wenn ich in meiner Klasse hoffnungsvoll frage, wer denn etwas oder jemanden kennt, also zum Beispiel Caspar David Friedrich oder Gottfried Benn, schaut die eine Hälfte mich ratlos an, die andere Hälfte verspottet mich. OK, ich habe verstanden und hau mir schon selbst auf die Finger, aber manchmal hilft auch das nicht.

    Bei der Analyse von Gottfried Benns Gedicht "Kleine Aster" kam aus einer Ecke die Frage: "Was ist eine Aster?" Und aus der anderen Ecke die Antwort: "Ich glaube, das ist ein Vogel."

    Opfer der EvolutionIch habe jetzt merkwürdige Bilder im Kopf von vorbeifliegenden Astern, aber noch schlimmer von Leichen mit Vögeln zwischen den Zähnen. Dunkelhelllila Vögel? Sind wir hier am Amazonas?

    "Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
    Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster
    zwischen die Zähne geklemmt."


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  • Am Sonntag dürfen wir in NRW auch endlich wählen, man hält die Spannung ja kaum noch aus, und trotzdem scheinen viele immer noch nicht zu wissen, was sie denn nun wählen sollen. Heute fragte eine kecke Studierende aus der S2c die Schulleiterin und mich, was wir denn wählen würden. Über der Geschichte eines anderen Studierenden, was ihm der Wahl-o-mat empfohlen hatte, und der Frage, ob die Linke in den Landtag käme, blieb uns die Antwort erspart. Ich hätte auch gar nicht ehrlich antworten können.

    Ein ähnlich unentschlossenes Bild ergeben private Umfragen, diesmal scheint alles möglich, Linke wählen einen CDU-Direktkandidaten, grüne Stammwählerinnen bringen es nicht über sich, Silvia Löhrmann zu wählen, Hannelore Kraft ist auch nicht bei allen beliebt, Armin Laschet wird anscheinend immer beliebter. Irgendwie ist er ja auch mein Held, weil er mal einen großen Satz Klausuren verschludert hat. So geht Korrigieren doch viel schneller.

    Nochmal zur französischen Präsidentschaftswahl. Wie ein guter Freund und mein persönlicher Wahlberichterstatter sagte: "Il y en a marre des votes dits utiles. Alors votons pour ceux aux idées sympas et non aux professionels passe-partout!" (Wir haben das nützliche Wählen satt. Also lasst uns für die mit den sympathischen Ideen wählen und nicht für die glatten Profis.)

    Er hat das auch gemacht, aber ich persönlich finde an nützlichem Wählen nichts Schlechtes, schließlich entscheidet man, wer die nächsten Jahre regieren wird.

    Aber bei dem Spruch meines Freundes fällt mir ein sympathischer junger Kandidat ein, der gerade Abitur am WBK macht, wobei er vermutlich erfolgreicher sein wird als seine Partei bei der Landtagswahl.

    Kandidatencheck

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    PS: Der Rechtschreibfehler in Punkt 1 geht ganz sicher auf das Konto des WDR. Frechheit!


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  • Baals nette Seite ist der KatzenkopfSo ein wichtiges Thema kann man nicht einfach ad acta legen. Und es gibt ja noch ganz andere Kreaturen, zum Beispiel Baal, den man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gern in der Literatur eingesetzt hat. So kamen wir im letzten allerletzten Block mit der S6b vom "Gott der Stadt" über Baal auch noch zu den Werwölfen, Vampiren und Hexen. Ich verteidigte meine Wahl, lieber eine Hexe sein zu wollen und hatte das Gefühl, dass jemand in der kühlen Ecke durchaus der Meinung war, ich würde diese Wahl bereits ausleben. Allerdings hatte man allgemein doch ein eher negatives Hexenbild, na ja, ich hoffe, der Faust wird nochmal gelesen im Rahmen der Abiturvorbereitung, obwohl die Walpurgisnacht* es bestimmt nicht ins Abitur schafft. Schade eigentlich, denn mit gruseligen Kreaturen kennen sich die Studierenden aus. Jasmin wusste, dass Vampire heute nicht mehr zu einem Leben in der Dunkelheit verdammt sind, und die Männer hatten die größten Sympathien für Werwölfe. Was ich nicht wusste: Man mutiert nur einmal im Monat zum Werwolf, nämlich bei Vollmond. Das würde das Problem mit den Flöhen doch deutlich einschränken. Andererseits wäre es auch blöd, wenn ich bei Vollmond abends Unterricht hätte. Woraufhin Jens mich anstrahlte: "Jetzt wissen Sie, warum ich da immer gefehlt habe."

     

    * Allerdings beendet Faust den Tanz mit der jungen Hexe vorzeitig:

    Mephistopheles:

    (Zu Faust, der aus dem Tanz getreten ist.)

    Was lässest du das schöne Mädchen fahren,
    Das dir zum Tanz so lieblich sang?

    Faust:

    Ach! mitten im Gesange sprang
    Ein rotes Mäuschen ihr aus dem Munde.

    Mephistopheles:

    Das ist was Rechts! das nimmt man nicht genau;
    Genug, die Maus war doch nicht grau.
    Wer fragt darnach in einer Schäferstunde?


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