• Der erste Tag nach den Ferien, ausgerechnet ein Montag, die meisten liegen noch im Wachkoma, aber J. ist bereits in Höchstform.

    Ich stehe am Computer, betrachte ein loses USB-Kabel und rede so vor mich hin: "Und wo soll ich jetzt meinen Stick reinstecken?"
    Da tönt es hinter mir: "Ich würde auch gern meinen Stick irgendwo reinstecken."


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  • Das war's jetzt also für dieses Jahr mit der Schule, was nicht heißt, dass es keine Arbeit mehr gibt. Ich habe eine Leistungskursklausur auf dem Schreibtisch, die auf Korrekturen wartet, einige Kurse haben ihre Klausuren noch vor sich. So sind doch alle in den Ferien beschäftigt.

    First Floor in der OsterstraßeWie in jedem Jahr traf sich am letzten Abend das Kollegium zum Essen und Wichteln. Das ist tatsächlich ein Höhepunkt, seit die Kollegin B. ganz neue Regeln fürs Wichteln eingeführt hat. Die können sich übrigens von Jahr zu Jahr und sogar von Minute zu Minute ändern, da ist sie ganz pragmatisch.
    Besonders witzig ist das Tauschen, nachdem endlich alle Geschenke ausgepackt sind. Bei einer 6 muss man tauschen, und ganz schnell wird klar, wer unbedingt was möchte und welche Geschenke besonders beliebt sind. Allerdings waren die Geschenke in diesem Jahr auch wirklich schön, weil wir die Preisspanne hochsetzt hatten auf 7,50 € + / - 2,50 €.

    Meins

    Ich hatte Glück, denn am Ende stand vor mir das gefühlt drittbeliebteste Geschenk, ich brauchte und musste nicht mehr tauschen. Die umkämpfte Holzschale landete bei Kollegin D., die sie fest an sich drückte und nicht mehr losließ.


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  • In der Diskussion darüber, ob Lesen das Gefühl für Sprachrichtigkeit schärfe, versuchte ich ein anschauliches Beispiel für die Macht der optischen Gewöhnung zu bringen, denn man merkt m. E. aus dem Gefühl heraus, dass ein Wort falsch geschrieben ist, selbst wenn man nicht genau weiß, wo der Fehler liegt.

    "Wenn Sie eine rote Gurke sehen, fühlen Sie sofort, dass etwas damit nicht stimmt, auch wenn es die Form einer Gurke hat und riecht wie eine Gurke."

    J: "Das ist mein Penis."

    Ich denke, man sollte zum Arzt gehen, wenn der Penis wie eine Gurke riecht.

     


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  • Kafkas "Prozeß" entpuppt sich immer mehr als Pornographie, was meine Klasse weitgehend goutiert, haben sie jetzt doch auch neue Wörter wie "Promiskuität" gelernt und erstmals verstanden, dass Masochismus das zweite Ding in Sado-Maso ist.

    Da die Klasse ja immer schon vorrangig alle Texte nach der sexuellen Orientierung des lyrischen Ichs oder des Erzählers untersucht hat, ist sie nun in ihrem Element. Dabei springen auch immer wieder ein paar nette Sprüche heraus. Zum Beispiel bei der Frage nach der Rolle der Frauen bei Kafka. Sven: "Frauenrolle? Küchenrolle!"


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  • Nun ist es passiert, die Ferien sind beendet und wir müssen uns wieder in die Unterrichtsstoffe hineinfinden. Wer nicht gerade in Frankreich im Urlaub war, hat die französische Sprache nach sechs langen Wochen fast vergessen. Also machen wir eine kleine Wiederholung, bei der sich jeder mit allen möglichen Details vorstellen soll. Beispiele sind vorgegeben. Wie bei den Haustieren: J'ai un cochon d'Inde. Sajil konsultiert das Wörterbuch und amüsiert sich lautstark darüber, das jemand sich ein Schwein als Haustier hält. Na ja, Schweine mögen auch ganz niedlich sein, aber ein cochon d'Inde ist eben doch nur ein Meerschweinchen.

    Die Tiere hatten es Sajil angetan und er kam nicht mehr aus dem Staunen heraus. Als Tessa sagte, sie habe "un cheval" (gesprochen wie Schewal), wunderte er sich, dass jemand in Rhede einen Wal halten kann. In der Tat nicht ganz einfach, der Rheder Bach ist doch arg schmal. Ein Pferd könnte bestimmt darüber springen.


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