Ich habe mich in diesem Schulblog ja bereits ausführlich mit Methoden des Spickens bei Tests und Klausuren beschäftigt, aber zum Glück gibt es auch auf diesem Gebiet Fortschritte und Innovationen. Junge Menschen sind eben kreativ und anpassungsfähig.
Kreidetafeln, an die man auffällig-unauffällig Vokabeln schreiben könnte, haben wir nicht mehr, auch wenn in diversen Medien und Interviews gern der Eindruck erweckt wird, als wären LehrerInnen Hinterwäldler, die noch immer mit den Materialen des 19. Jahrhunderts arbeiten würden. Nein, wir haben Smartboards und Elmos, damit hat aber bisher noch keiner einen Täuschungsversuch gemacht. Sogar das Handy ist keine echte Option, weil ein Spicker idealerweise schnell und unkompliziert in der Handhabung sein sollte.
Umso bemerkenswerter finde ich, dass nun ein findiger Kopf im Vokabeltest auf die Idee kam, aus der Not eine Tugend zu machen und Vokabeln auf der Innenseite seiner Mund-Nasen-Bedeckung zu notieren. Mir ist der Blick auf die Maske auch nur zufällig aufgefallen, aber ich freue mich, dass ich ein Foto für meinen Blog machen durfte.
Mir kam übrigens der Gedanke, dass eine weiße Maske als Schreibfläche praktischer sei, aber der junge Mann erklärte, dass man dann die Farbflecke sehen würde. Ja, man muss an alles denken.