• In diesem Semester steht Eva auch in meinem Stundenplan und ich hatte viele Hoffnungen in sie gesetzt. Bisher ist Eva aber eher eine Enttäuschung. Gestern habe ich in beiden Französischkursen einen Vokabeltest schreiben lassen und eigentlich sollte Eva dafür sorgen, dass alle Zeit genug hätten, die Vokabeln zu lernen. Na ja, vielleicht sind 160 Minuten einfach nicht genug? Vielleicht haben die Studierenden die Zeit ganz anders genutzt, zum Beispiel mit Schlafen, Essen, Quatschen, Handyglotzen, was man halt auch im Unterricht in dieser Zeit so tut?  Noch habe ich nicht aufgegeben, in der Bibel schon wurde Eva aus dem Paradies vertrieben, sowas in der Art schwebt auch mir vor. Liebe Grüße von der Schlange!


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  • Es ist nicht so, als würden die Studierenden keine Sprüche mehr raushauen oder verrückte Sachen tun, ganz im Gegenteil, aber der Datenschutz verbietet mir vermutlich, hier ganze Klausuren zu veröffentlichen oder Fotos und Videos der schönsten Tröten. Also muss ich weiterhin versuchen, mir ein paar Sachen zu merken und den Kontext zu beschreiben.

    Es ist aber so, dass die unangenehmste Aufgabe des Lehrerinnenberufes das Korrigieren ist, sowieso, aber die Studierenden machen es einem nicht leichter, indem sie alle für Klausuren lernen und keine Rechtschreib- und Kommafehler machen würden, oh nein. Deshalb geht bei mir die Rückgabe der Klausuren auch meist mit Wehklagen einher, nicht von Seiten der Klassen, sondern meinerseits.

    Nachdem einer meiner Leistungskurse nun wochenlang über Faust gejammert hatte, war es an mir, über die Faust-Klausur zu jammern. Positiv muss ich aber anmerken, dass inzwischen fast jeder die Klausurbögen richtig beschreibt, das hat in anderen Kursen länger gedauert und ging immer mit Gezeter einher, warum man nicht auf abgerissenen und karierten Blättern schreiben dürfe.
    Diesen Kurs habe ich auch in Französisch, wo ich meist eher über die Aussprache wehklage. Maximilian lieferte dann die perfekte Parodie einer korrigierenden Französischlehrerin ab, indem er laut und grimmig schmetterte: "Wo ist der Accent aigu?"

    Im ersten Semester Französisch hatte ich beim Korrigieren aber auch ein paar amüsante Erlebnisse, besonders eine Antwort von Alpha* bei den Textfragen war ganz nach meinem Geschmack: "Das weiß nur Gott."

    Also beten Sie bei der nächsten Klausur!


     *Den Namen hatte er von jemandem in der Klasse bekommen, ich finde ihn gar nicht übel.


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  • Die neue S1CK hat es nicht leicht in Französisch, unser neues Buch meint, die Sprache komplett in der ersten Lektion vermitteln zu müssen. Ich scherze nicht, ca. 120 Vokabeln in Lektion 1 und Verben ohne Ende. Ich tröste sie damit, dass es danach nur noch einfacher werden kann. Ach ja, dann auch noch diese seltsame Aussprache. Zum Beispiel "mais", das sich so gar nicht wie Mais ausspricht und auch noch etwas anderes heißt. Zum Scherz habe ich es ans Board geschrieben: mais = aber / ? = Mais. Spontaner Zuruf aus der Klasse: "Sagen Sie nicht, dass Mais auf Französisch "aber" heißt.

    Die Auflösung fanden einige allerdings auch komisch. Zwei i-Punkte?


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  • Heute war irgendwie kein guter Tag für Handynutzer in meinen Klassen. Nachdem beim Vokabeltest schon jemand dadurch auffiel, dass er allzu intensiv hinter seinem aufgestellten Mäppchen recherchierte, hatte in der S1c jemand den Schock seines Lebens. 

    Immerhin trug der junge Mann, der den Test mit Hilfe des Handys bestehen wollte, sein Schicksal mit Würde und Selbstironie. Später diskutierte man dann in der S3k noch über neue Teststrategien. Vokabellernen hielte ich persönlich für eine gute Methode.Handys und Brötchen helfen über den Schultag hinweg

    Im ersten Semester dagegen war jemand derart mit dem Handy beschäftigt, dass ich bereits vor ihm stand, um zu drohen, es ihm wegzunehmen. Als ich mich dann auch noch versprach und sagte, ich könnte laut Schulgesetz das Handy bis zum Ende des Schuljahres an mich nehmen, stand das blanke Entsetzen auf seinem Gesicht. Dieser Schreckmoment könnte womöglich therapeutisch wirken, aber natürlich kann ich es nur bis zum Ende des Schultages nehmen.


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  • Der Abendkurs sollte in der Französischklausur fünf Hobbys nennen. Fünf einfache Punkte, weil man da ja nun wirklich alle sportlichen, kulturellen oder sonstigen Aktivitäten aufzählen kann. Man muss auch nicht unbedingt seine eigenen Hobbys aufführen, aber manchmal führt das doch zu erstaunlichen Ergebnissen:

    la télévision

    le foot

    la pêche

    le bricolage

    l'alcool

    Drei der Hobbys werden dann wohl in der nächsten Zeit intensiv kombiniert, wenn die Fußballweltmeisterschaft beginnt.


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