• In Raum 13 steht eine Spardose, in die jeder 10 Cent einwerfen muss, der Schimpfwörter benutzt.
    Nachdem ich mich am Freitag zum wiederholten Mal darüber geärgert habe, dass jemand nicht in die Wortliste, das Wörterbuch oder Lehrbuch schaut, um einen einfachen Satz zu bilden, sondern sich von Google eine vollkommen sinnlose Übersetzung zusammenbrauen lässt, habe ich mich dazu geäußert, man solle endlich aufhören, diesen Google-Scheiß zu benutzen. Ich finde das eher eine sanfte Umschreibung für die Exkremente, die Google in Französisch auspresst, aber ich habe doch bezahlt. Angeblich bin ich nun die erste Lehrerin, die in die Dose eingezahlt habe, aber eine Kollegin bestritt das gestern. Offensichtlich hat sie ähnliche Erfahrungen mit dem Übersetzer gemacht.


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  • Heinrich von Kleist lässt seine Novelle "Die Marquise von O." bei einer großen Stadt in Oberitalien mit dem Namen M. spielen. Jemand im Leistungskurs wusste auch, welche Stadt das vermutlich sein sollte: Madrid.

    Sicher nur ein Versprecher, aber den wird er sich noch oft anhören müssen. Zumal er gestern auch gut begründen konnte, warum die Marquise von O., deren Vorname Julietta ist, seiner Meinung nach Italienerin ist. Es gibt nämlich einen Alfa Romeo mit dem Namen Giulietta.


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  • Zu allen Zeiten und an allen Orten haben Menschen ihre Körperteile benutzt, um maßzunehmen. Deshalb gibt es Ellen, Fuß, Inches, Foot, eine Handbreit und nur einen Schritt entfernt. Wenn ich recht darüber nachdenke, ist das die einzige Art, wie man anderen Menschen Größen vermitteln kann.

    Ein Viertel oder ein Drittel des Bogens als Rand? Ach, das klappt nie im ganzen Kurs, und sei es im Abitur. Habe ich die winzigen Ränder bisher immer für Boshaftigkeit genommen, so bin ich jetzt zu der Überzeugung gelangt, dass es tatsächlich an der Unkenntnis der Bruchrechnung liegen muss.

    Deshalb komme ich zu folgender Regel: Der Rand auf dem Klausurbogen muss mindestens so breit sein wie der Zeigefinger lang ist. Das Messinstrument hat jeder bei sich.


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  • In diesem Semester steht Eva auch in meinem Stundenplan und ich hatte viele Hoffnungen in sie gesetzt. Bisher ist Eva aber eher eine Enttäuschung. Gestern habe ich in beiden Französischkursen einen Vokabeltest schreiben lassen und eigentlich sollte Eva dafür sorgen, dass alle Zeit genug hätten, die Vokabeln zu lernen. Na ja, vielleicht sind 160 Minuten einfach nicht genug? Vielleicht haben die Studierenden die Zeit ganz anders genutzt, zum Beispiel mit Schlafen, Essen, Quatschen, Handyglotzen, was man halt auch im Unterricht in dieser Zeit so tut?  Noch habe ich nicht aufgegeben, in der Bibel schon wurde Eva aus dem Paradies vertrieben, sowas in der Art schwebt auch mir vor. Liebe Grüße von der Schlange!


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  • Heute war irgendwie kein guter Tag für Handynutzer in meinen Klassen. Nachdem beim Vokabeltest schon jemand dadurch auffiel, dass er allzu intensiv hinter seinem aufgestellten Mäppchen recherchierte, hatte in der S1c jemand den Schock seines Lebens. 

    Immerhin trug der junge Mann, der den Test mit Hilfe des Handys bestehen wollte, sein Schicksal mit Würde und Selbstironie. Später diskutierte man dann in der S3k noch über neue Teststrategien. Vokabellernen hielte ich persönlich für eine gute Methode.Handys und Brötchen helfen über den Schultag hinweg

    Im ersten Semester dagegen war jemand derart mit dem Handy beschäftigt, dass ich bereits vor ihm stand, um zu drohen, es ihm wegzunehmen. Als ich mich dann auch noch versprach und sagte, ich könnte laut Schulgesetz das Handy bis zum Ende des Schuljahres an mich nehmen, stand das blanke Entsetzen auf seinem Gesicht. Dieser Schreckmoment könnte womöglich therapeutisch wirken, aber natürlich kann ich es nur bis zum Ende des Schultages nehmen.


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