• In diesem Semester steht Eva auch in meinem Stundenplan und ich hatte viele Hoffnungen in sie gesetzt. Bisher ist Eva aber eher eine Enttäuschung. Gestern habe ich in beiden Französischkursen einen Vokabeltest schreiben lassen und eigentlich sollte Eva dafür sorgen, dass alle Zeit genug hätten, die Vokabeln zu lernen. Na ja, vielleicht sind 160 Minuten einfach nicht genug? Vielleicht haben die Studierenden die Zeit ganz anders genutzt, zum Beispiel mit Schlafen, Essen, Quatschen, Handyglotzen, was man halt auch im Unterricht in dieser Zeit so tut?  Noch habe ich nicht aufgegeben, in der Bibel schon wurde Eva aus dem Paradies vertrieben, sowas in der Art schwebt auch mir vor. Liebe Grüße von der Schlange!


    votre commentaire
  • Heute war irgendwie kein guter Tag für Handynutzer in meinen Klassen. Nachdem beim Vokabeltest schon jemand dadurch auffiel, dass er allzu intensiv hinter seinem aufgestellten Mäppchen recherchierte, hatte in der S1c jemand den Schock seines Lebens. 

    Immerhin trug der junge Mann, der den Test mit Hilfe des Handys bestehen wollte, sein Schicksal mit Würde und Selbstironie. Später diskutierte man dann in der S3k noch über neue Teststrategien. Vokabellernen hielte ich persönlich für eine gute Methode.Handys und Brötchen helfen über den Schultag hinweg

    Im ersten Semester dagegen war jemand derart mit dem Handy beschäftigt, dass ich bereits vor ihm stand, um zu drohen, es ihm wegzunehmen. Als ich mich dann auch noch versprach und sagte, ich könnte laut Schulgesetz das Handy bis zum Ende des Schuljahres an mich nehmen, stand das blanke Entsetzen auf seinem Gesicht. Dieser Schreckmoment könnte womöglich therapeutisch wirken, aber natürlich kann ich es nur bis zum Ende des Schultages nehmen.


    votre commentaire
  • Patrie et sacs à mainSeit gestern Nacht bin ich endlich im Besitz einer Kokarde. Diese Abzeichen kamen besonders während der französischen Revolution in Mode, um seine revolutionäre Gesinnung zur Schau zu stellen. Meine Kokarde ist ein bisschen harmloser und beweist nur, dass niemandem in meiner Klasse eine gewisse Vorliebe für Frankreich und Taschen aller Art verborgen blieb. Na gut, wir waren ja zusammen in Nizza und auf dem Markt in Ventimiglia. Und ich war auch nicht die einzige, die Handtaschen gekauft hat. Seit gestern habe ich übrigens auch eine plüschige Nilpferdtasche, die ich wohl als Etui benutzen werde.

    Natürlich bekamen alle Kolleginnen und Kollegen eine Kokarde, es gab die Sportskanone, Königin Pythagora, das Windschiff, den Absteiger, die Lady mit dem Einhorn, Mr. Perfect und Miss Pingelig. Vermutlich werden nicht alle ihre Kokarden mit der gleichen Begeisterung tragen, besonders der Absteiger muss sich inzwischen öfter mal Spott über den HSV anhören.


    votre commentaire
  • Ich mag Französischstunden, wirklich, außer denen, die so früh beginnen, dass die Gehirne noch im Schlafmodus sind, und denen vor einer Mathearbeit. Dann sind die Gehirne zwar schon im Funktionsmodus, aber eben auch nur im Funktionsgleichungsmodus. Da hilft es mir, die Zeit mit einem Vokalbeltest auszufüllen oder zum xten Mal die Veränderlichkeit des Partizips beim Passé Composé mit être zu verdeutlichen. Klingt kompliziert, ist aber leicht und logisch. Kein Vergleich zu mathematischen Funktionsgleichungen. Was aber hilft den Studierenden über so eine lästige Pufferstunde vor der Mathearbeit hinweg? Klar, ein Vokabeltest, außerdem heimliche Matheübungen und überraschenderweise Körperkunst. Körperbemalung und Tätowierungen sind eine uralte Kunstrichtung, die bereits in frühen Kulturen weltweit verbreitet waren. Magie, Kunst, Spiel, sich eine neue Haut erschaffen, faire peau neuf.

    L'élégance du scorpionIn jener von Vokabeltests und Mathematikklausuren geplagten Klasse nun ließen sich heute zwei interessante Phänomene beobachten: ein echtes Tatoo, das aussieht wie eine Filzstiftmalerei und eine Filzstiftmalerei, die aussieht wie ein echtes Tatoo. Die begnadete Künstlerin des Filzstift-Tatoos war die dem Blog bereits bekannte Leonie mit den samtig-weichen Lippen, die allein mit Hilfe eines Handybildes einen Skorpion auf Alexanders Arm zauberte. Da beide gleichzeitig geistig auch mit dem Passé Composé beschäftigt waren, hoffe ich zumindest, ließ ich Leonie ihr Werk vollenden und erbat mir dann ein Foto von Alexanders Arm. Mal sehen, ob er sich den Skorpion nun in die Haut stechen lässt.


    1 commentaire
  • Ein unbekannter Kommentator  meines Blogs wollte mehr von der S2k hören, er soll nicht enttäuscht werden.

    Ich hatte bereits erwähnt, dass in dieser Klasse zuweilen die Erregung aus dem Nichts entsteht. Manchmal gibt es aber auch einen guten Grund für erregende Momente, die sich dennoch anderen Zeitgenossen nicht so offensichtlich präsentieren. So habe ich die Seite 59 in unserem Lehrbuch bisher für völlig harmlos gehalten und auch bei häufiger Lektüre nur diverse Übungen erkennen können. Nicht so die S2k, die nicht einfach nur die Verben lire, dire und écrire in Übung 3 einsetzte, sondern auch erkannte, dass sich daneben ein pornographisches Foto befindet.

    Schulbibliothek mit Pornographie

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Ein CDI in einer französischen Schule, also eine Schulbibliothek, aber der Teufel bzw. die Hölle steckt im Detail. Noch nicht gefunden?

    Ich brauchte tatsächlich eine Lesebrille und fand es sogar dann noch schwierig. Ganz unten links in der Ecke im Zeitschriftenregal befindet sich das erregende Detail.

    Konjugation und Kopulation  esprits tordus 

    Wenn man sehr gute Augen hat und den geschulten Blick der S2k, erkennt man das Wort sexe mit gekreuzten Körpern als x. Bevor ich soweit war, hatte man bereits den Titel "Les enfers du sexe", also die Höllen des Sex, gegoogelt und war auf die Zeitschrift gestoßen. Allerdings ist es kein Pornoblatt, das da in einer Schule ausliegt, sondern die überaus renommierte Literaturzeitschrift Magazine Littéraire.

    Junge Menschen müssen an die Literatur herangeführt werden.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Trotzdem bin ich mir sicher, welche Einzelheiten des Französischunterrichts den Studierenden in Erinnerung bleiben werden. Die Verben lire, dire, écrire wahrscheinlich nicht.

     


    votre commentaire


    Suivre le flux RSS des articles de cette rubrique
    Suivre le flux RSS des commentaires de cette rubrique