• Die Französischstunde in der S2k endete heute mit einem Liebesdrama, eventuell auch zwei. Im Hörtext über die Wohngemeinschaft in der Altstadt von Lyon sagt einer der Mitbewohner, als sein Kumpel ein Zimmer für ein "hübsches Mädchen" reservieren will: "Vergiss Nina!"

    Zum Glück war das am Schluss der Stunde, denn danach war die Klasse doch recht aufgewühlt. Leonie aber blieb ganz ruhig, blickte Daniela tief in die Augen und sagte: "Ich möchte dich küssen mit meinen samtig-weichen Lippen."

    In der Stunde ging es um Häuser und Wohnungen, Inneneinrichtung, eine Wohngemeinschaft, Adressen und einen Mietvertrag. Nicht Aufregendes eigentlich und schon gar nichts Erregendes. Aber die Erregung entsteht in dieser Klasse sowieso manchmal aus dem Nichts.


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  • In der Diskussion darüber, ob Lesen das Gefühl für Sprachrichtigkeit schärfe, versuchte ich ein anschauliches Beispiel für die Macht der optischen Gewöhnung zu bringen, denn man merkt m. E. aus dem Gefühl heraus, dass ein Wort falsch geschrieben ist, selbst wenn man nicht genau weiß, wo der Fehler liegt.

    "Wenn Sie eine rote Gurke sehen, fühlen Sie sofort, dass etwas damit nicht stimmt, auch wenn es die Form einer Gurke hat und riecht wie eine Gurke."

    J: "Das ist mein Penis."

    Ich denke, man sollte zum Arzt gehen, wenn der Penis wie eine Gurke riecht.

     


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  • Kafkas "Prozeß" entpuppt sich immer mehr als Pornographie, was meine Klasse weitgehend goutiert, haben sie jetzt doch auch neue Wörter wie "Promiskuität" gelernt und erstmals verstanden, dass Masochismus das zweite Ding in Sado-Maso ist.

    Da die Klasse ja immer schon vorrangig alle Texte nach der sexuellen Orientierung des lyrischen Ichs oder des Erzählers untersucht hat, ist sie nun in ihrem Element. Dabei springen auch immer wieder ein paar nette Sprüche heraus. Zum Beispiel bei der Frage nach der Rolle der Frauen bei Kafka. Sven: "Frauenrolle? Küchenrolle!"


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  • Nun ist es passiert, die Ferien sind beendet und wir müssen uns wieder in die Unterrichtsstoffe hineinfinden. Wer nicht gerade in Frankreich im Urlaub war, hat die französische Sprache nach sechs langen Wochen fast vergessen. Also machen wir eine kleine Wiederholung, bei der sich jeder mit allen möglichen Details vorstellen soll. Beispiele sind vorgegeben. Wie bei den Haustieren: J'ai un cochon d'Inde. Sajil konsultiert das Wörterbuch und amüsiert sich lautstark darüber, das jemand sich ein Schwein als Haustier hält. Na ja, Schweine mögen auch ganz niedlich sein, aber ein cochon d'Inde ist eben doch nur ein Meerschweinchen.

    Die Tiere hatten es Sajil angetan und er kam nicht mehr aus dem Staunen heraus. Als Tessa sagte, sie habe "un cheval" (gesprochen wie Schewal), wunderte er sich, dass jemand in Rhede einen Wal halten kann. In der Tat nicht ganz einfach, der Rheder Bach ist doch arg schmal. Ein Pferd könnte bestimmt darüber springen.


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  • Habe nun ach Kaffee, Tee und leider auch heiße SchokoladeWie die Zeit vergeht! Schon wieder verschwindet ein ganzer Jahrgang. Man freut sich über den Erfolg der Studierenden, die ihren Zielen ein gutes Stück näher gekommen sind, aber man ist auch ein bisschen traurig, wenn nette und interessante Klassen sich verabschieden.

    Aber es bleiben ja die Erinnerungen, in diesem Jahr ganz besonders, denn wir können bei jedem Frühstück an den Abendkurs denken, der den Kolleginnen und Kollegen Mugs geschenkt hat, auf denen in schönem Design die Quintessenz ihrer jeweiligen Fächer zu lesen ist. Moderne Literatur für Rechtshänder

     

     

     

     

     

     

    Wenn ich also mal die literarischen Epochen vergessen sollte, bereite ich mir ein Heißgetränk zu und erfreue mich an der Übersicht auf meiner Tasse. So muss ein Spicker aussehen!


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